Kursangebot

Im Rahmen der 35. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft werden die folgenden Kurse angeboten.

Die Teilnahme ist nur mit vorheriger separater Anmeldung ab sofort über das Online-Anmeldeformular oder, wenn Sie schon für die DTG 2026 angemeldet sind, über Ihr Profil  möglich. Gehen Sie dafür noch einmal zur Registrierung und loggen sich in Ihr Profil ein.

IHA kompakt – Hirntoddiagnostik verstehen, Protokolle sicher prüfen

Kursleitung:
Dr. med. Dr. rer. nat. Moritz Metelmann (Stabsstelle Transplantationsbeauftragte + Klinik und Poliklinik für Neurologie, UK Leipzig)
Dr. med. Josephin Damm (Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie, UK Halle)

Tutoren:
tba, Skills Labs von UK Leipzig + UK Halle
PD Dr. Markus Holling, UK Münster 

Der Kurs vermittelt kompakt und praxisnah zentrale Kenntnisse zur Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA). Er richtet sich insbesondere an Transplantationschirurg:innen und zielt darauf ab, Sie zu einer schnellen, strukturierten und zielgerichteten Überprüfung der IHA-Protokolle vor der Organentnahme zu befähigen.
Die Inhalte werden durch eine Kombination aus kurzen Impulsvorträgen, praktischen Simulationen der IHA-Diagnostik an Skills-Lab-Puppen, dem Einsatz von Virtual-Reality-Brillen sowie einem praxisorientierten Protokolltraining vermittelt. Anhand typischer Fallbeispiele und potenzieller Fallstricke wird die strukturierte Prüfung der Dokumentation trainiert und die Handlungssicherheit im klinischen Alltag gestärkt.

Genaues Programm: Siehe Onlineprogramm

Organentnahmekurs am Großtier: Organspende praktisch trainieren

Angesprochene Gruppe: DSO Entnahmeärztinnen und Ärzte der zweiten Dienstgruppe, die weiter Erfahrung sammeln möchten und Technikhinweise erhalten möchten. Zusätzlich Ärztinnen und Ärzte, die beabsichtigen als DSO Entnahme-ÄrztInnen zu arbeiten.

Die Qualität der Organentnahme ist ein entscheidender Baustein für den Erfolg einer Transplantation. Unser praxisorientierter Organspendekurs bietet Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, die wesentlichen Schritte der Multiorganentnahme unter realitätsnahen Bedingungen am Großtiermodell zu trainieren.

In kleinen Gruppen werden die Präparationsschritte für Niere, Leber, Lunge und Herz praktisch durchgeführt und durch erfahrene organspezifische Tutorinnen und Tutoren begleitet. Neben der technischen Präzision steht dabei auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Der vierstündige Workshop verbindet kurze theoretische Inputs mit intensivem Hands-on-Training und individuellem Feedback – für mehr Sicherheit, Routine und Qualität in der Multiorganentnahme.

Kursleitung:
Prof. Hans-Michael Tautenhahn 

PD Dr. med. Fabian Haak

Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig

Der genaue Veranstaltungsort und die Details werden noch bekannt gegeben.

Der Kurs wird mit der freundlichen Unterstützung der folgenden Unternehmen ermöglicht:

Chiesi GmbH (Kursunterstützung mit 5000,00 EUR)
Astellas Pharma GmbH (Kursunterstützung mit 5000,00 EUR)

Psychologisches Kommunikationstraining für Gespräche mit hohem Belastungsfaktor

Dozent:innen:
• Dipl. Psych. Svenja Teufert
• Dipl. Psych. Josephin Jahnke

Zielgruppe:
Das interdisziplinäre Angebot richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonen und Psycholog:innen, die im Rahmen der klinischen Versorgung in die Angehörigenversorgung (auf Intensivstationen) involviert sind.

Das Überbringen schlechter Nachrichten stellt in der medizinischen Versorgung eine Gesprächssituation mit hohem Belastungsfaktor für alle daran beteiligten Personen dar. Die zu erwartende emotionale Krise der Angehörigen geht häufig mit einer reduzierten Aufmerksamkeits-, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit einher. Diese muss sowohl in der Gestaltung des Settings als auch in der Gesprächsführung Berücksichtigung finden, um die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit von Angehörigen zu erhalten, ein Krankheitsverständnis zu ermöglichen sowie die Situationsverarbeitung zu unterstützen.
Dieser Workshop thematisiert im ersten Teil zunächst das Spannungsfeld, in dem sich Behandler:innen und Angehörige befinden und vermittelt geeignete Kommunikationsstrategien, die in der Gesprächssituation zu mehr Sicherheit beitragen können.
In einem praktischen Teil sollen die erworbenen Kenntnisse in Kleingruppen mit Schauspieler:innen erprobt werden.

Vermittlung der Thematik/ Dauer des Workshops ( 180 Min.):

  1. Theoretischer Input (60 Min.)

Herausforderung für die Behandler:innen:
Situation der Angehörigen
Kommunikation in Krisensituationen (relevante Kommunikationfaktoren,
Kommunikationsmodell, Leitfaden)

2. Diskussion in der Gruppe (20 Min.)

Wie kann ich mich vorbereiten?
Woran kann ich mich orientieren?

3. Übung mit Schauspieler:innen (90 Min.)

Praktische Übung mit Schauspierer:innen an Fallbeispielen
psychologisches Feedback

4. Abschluss (10 Min.)

Feedbackrunde
Formulierung einer „Take-home-message“

Gefäßanastomosenkurs abdominelle Organtransplantation

Ziel des Kurses: Vermittlung der Standardanastomosen der Leber- und Nierentransplantation, der Rekonstruktionsmöglichkeiten bei anatomischen Varianten und der Technik der Gefäßanastomose einschließlich der Leberarterienanastomose.

Die sichere Gefäßanastomose ist der technische Kern jeder Organtransplantation. Der Kurs vermittelt angehenden abdominellen Transplantchirurginnen und -chirurgen die Standardanastomosen der Leber- und Nierentransplantation sowie die gängigen Rekonstruktionen bei anatomischen Varianten.

Für die Nierentransplantation werden die venöse und die arterielle End-zu-Seit-Anastomose an die Iliakalgefäße, der Umgang mit dem Aortenpatch sowie die Rekonstruktion bei Mehrfacharterien, Polarterien und kurzer rechter Nierenvene behandelt. Für die Lebertransplantation stehen die Cava-Anastomose, die Pfortaderanastomose und insbesondere die Anastomose der Arteria hepatica im Mittelpunkt, einschließlich der Rekonstruktion bei aberranter Leberarterienversorgung.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zu jeder Technik üben die Teilnehmenden die Anastomosen selbst in praktischen Übungen am Modell. Erfahrene Transplantchirurginnen und -chirurgen betreuen die Arbeitsplätze und geben direktes Feedback zu Nahttechnik, Fadenführung, Instrumentenhandhabung und Vermeidung typischer Fehler wie Stenose, Knickbildung und Intimaverletzung. Die Begrenzung auf zwölf Teilnehmende ermöglicht eine enge Betreuung und ausreichend Übungszeit für jede Person.

Maschinenperfusion

Sowohl Entnahmechirurginnen und Entnahmechirurgen als auch Transplantationschirurginnen und Transplantationschirurgen müssen als Benutzer/Betreiber des LifePort® Kidney Transporters in die ordnungsgemäße Handhabung des Produkts eingewiesen werden.

Alle Chirurginnen und -chirurgen werden in das Gerätehandling einschließlich der Auf- und Abnahme einer Niere unterwiesen. Die Entnahmechirurginnen und -chirurgen werden zusätzlich zur Kanülierung und zur Aufnahme einer Niere in das Gerät geschult.

Im Rahmen des Kurses werden Schweinenieren für eine allgemeine Demonstration sowie praktische Übungen eingesetzt.
Der im Rahmen des Kurses demonstrierte LifePort® Kidney Transporter ist ein einweisungspflichtiges Medizinprodukt. Um formale Vorgaben der MPBetreibV zu erfüllen, muss eine Einweisung entsprechend dokumentiert und nachweisbar sein. Zu diesem Zweck wird die DSO eine Teilnahmeliste führen und einen Identitätsnachweis (Ausweis) erbitten.

Veranstalter:
Organ Recovery System (ORS), unterstützt von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)
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Sono TEE Leber Herz Lunge TX

Dozenten:
Prof Dr. Dimitri Bezinover
Prof Dr Jörg Ender

Zielgruppe:

Das Angebot richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die in der intra- und postoperativen Betreuung von Patienten zur Leber- Herz- oder Lungentransplantation involviert sind

Hintergrund:

Die intra- bzw postoperative Betreuung von Patienten zur Transplantation von Leber, Herz und Lunge stellt oftmals eine große Herausforderung im Hinblick auf hämodynamische Stabilisierung dar.

Lernziel:

In diesem Hands-on- Kurs werden die wichtigsten Schnittbilder zur Beurteilung der Hämodynamik und die Schnittbilder zur Beurteilung der operativen Besonderheiten mittels transthorakaler und transösophagealer Echokardiografie vermittelt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung werden an zwei Simulatoren die Einstellung der wichtigsten Schnitte geübt.

Vorkenntnisse in TTE und TEE sind nicht notwendig.

Programm:
9:15 – 10:00 Uhr: POCUS zur Beurteilung des Volumenstatus und der Hämodynamik mittels TTE

11:30 Uhr – 12:45 Uhr: Schnittbilder zur Beurteilung des Volumenstatus und der Hämodynamik mittels TEE, Besonderheiten bei Leber- Lungen- und Herz Transplantation